Mitarbeiterinterview - „Schreiner - was denn sonst?“

Timo Neumaier ist 27 Jahre alt. Der Schreiner-Geselle hat seine Ausbildung bei Moser in Haslach gemacht und ist dem Unternehmen seither treu. Er ist ein aufgeweckter Kerl, der aber nicht viele Worte um sich selbst macht. Man muss ihn schon fragen. Aber dann bekommt man klare Antworten von einem jungen Mann, der seine Aufgabe und Erfüllung bei Moser gefunden hat.

Timo Neumaier arbeitet in der Innenausbau-Abteilung von Moser. Er ist unter anderem für die Korpus-Presse zuständig, mit der etwa Schränke gebaut werden. In der Werkstatt selbst ist er deutlich mehr in seinem Element, als zuvor während des Gesprächs an einem Besprechungstisch.

Vor kurzem hat Timo Neumaier bereits sein zehnjähriges Jubiläum bei Moser gefeiert. Die Liebe zum Beruf hat er von Zuhause mitgebracht. Seine Eltern haben ein großes Gelände. „Da gibt es immer was zu tun“, sagt er. So sei ihm schon früh klar gewesen, dass er einen handwerklichen Beruf machen will. „Aber irgendwie hatte ich eine Abneigung gegen Metall und Elektrik.“ Timo Neumaier stammt aus Haslach. Hier ist auch Moser zu Hause. Und so hat er seine Berufung dann quasi vor der Haustür gefunden.

Auch auf einem anderen Weg hat der Einfluss der Eltern ihn geprägt. Timo Neumaiers Vater war Vorstand eines Orchesters. Die Liebe zur Musik hat er an seinen Sohn weitergegeben und zwar auf einem Instrument, das heute nicht gerade in Verdacht steht, zur ersten Wahl junger Nachwuchsmusiker zu gehören: dem Akkordeon. Doch Timo Neumaier sagt es gerade heraus. Er tut, was ihm gefällt. Nicht auf eine trotzige Art, sondern wie jemand, der selbstbewusst genug ist, um zu seinen eigenen Entscheidungen zu stehen. So spielt er also in einem Akkordeon-Ensemble mit fünf weiteren Musikern und einem Orchester.

Nur einmal gerät er ein wenig in Verlegenheit. Beim Thema Sport. „Sport ist eigentlich nicht so meins“, sagt er. Dazu muss man wissen, dass Timo Neumaier einen äußerst fitten Eindruck macht. Er ist sportlich-schlank. Die Aussage, dass er nicht wirft oder kickt, springt oder sprintet, überrascht ein wenig. „Na ja, ich fahre mit dem Fahrrad ins Geschäft“, sagt er dann. Und sein Blick fragt: Zählt das auch?

Sagen wir mal so: Wer ihn arbeiten sieht, der wird Timo Neumaier gewiss nicht für unsportlich halten. Im Sauseschritt legt er auch die kürzesten Strecken zurück. Wenn er einen zu seinem Arbeitsplatz führt, muss man schauen, dass man nicht den Anschluss verliert. An der Säge sitzt jeder Handgriff, ruckzuck legt er das Material ein, macht einen sauberen Schnitt, damit der Fotograf ein Motiv im Kasten hat. „Passt, oder?“

Bei Timo Neumaier ist die Begeisterung für seinen Beruf spürbar. Wie viele seiner Kollegen spricht auch er von der Liebe zum Werkstoff Holz, von der Leidenschaft für das, was er tut. Diese Arbeitseinstellung ist heute nicht mehr selbstverständlich. Umso wertvoller ist es da, wenn man Menschen trifft, die nicht einfach nur ihren Job machen.

„Junge Menschen fürs Handwerk zu begeistern, ist daher für viele Unternehmen ein schweres Los.“ Aber bei Moser wird viel für die Ausbildung getan. Bereits in der eigenen Ausbildung vor zehn Jahren war Moser schon gut aufgestellt, erinnert sich Neumaier.

„Mittlerweile betreut ein eigenes Ausbilderteam die Azubis intensiv, bereitet auf Prüfungen vor, macht einmal im Jahr einen gemeinsamen Ausflug oder bietet sogar die Möglichkeit eines Auslandspraktikums an. Dieses Engagement finde ich toll“.

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