Mitarbeiterinterview - „Schreiner wird man aus Leidenschaft“

„Schreiner wird man aus Leidenschaft“ - Bernd Hock, 46 Jahre

Bernd Hock ist noch ein recht frisches Mitglied der Moser-Familie. Zwei Jahre zählt der 46-jährige Schreinermeister jetzt dazu. Und manchmal hat man den Eindruck, dass er es noch nicht so recht glauben mag, was ihm da widerfahren ist. „Die Aufgabe hier hat mich schon gereizt“, sagt er, als er sich an die Umstände erinnert, die ihn im Juni 2016 zu Moser brachten.

img_2166.jpgDenn zuvor hatte Bernd Hock bei einer Reihe kleinerer Schreinereien aus der Nähe seiner Heimat gearbeitet. Hock stammt aus dem Hornberger Ortsteil Niederwasser, etwa 20 Autominuten vom Moser-Sitz in Haslach entfernt. Moser – das sei schon ein Name gewesen, der ihn beeindruckt habe, erinnert er sich. Die Betriebe, bei denen Hock zuvor sein Handwerk gelernt und verfeinert hat, hatten nie mehr als zehn Mitarbeiter. Dort muss der Schreiner alles können, was gefragt ist. Hier darf er Spezialist sein.

Bei Moser ist Bernd Hock Leiter der Produktionsabteilung Fensterbau. Und das macht den 46-Jährigen sichtbar glücklich. Denn: „Im Fensterbau bin ich stark“, sagt er selbstbewusst und lacht. Hock führt ein Team von 15 Mitarbeitern, fungiert dabei als Bindeglied zwischen allen Abteilungen. Projektmanagement, Arbeitsvorbereitung bis hin zu den Handwerksbetrieben auf den Baustellen – sie alle wären aufgeschmissen, wenn Bernd Hock sich nicht darum kümmern würde, dass alles reibungslos von statten geht. Er muss die Arbeitseinteilung organisieren, Abläufe prüfen und anpassen, auf die Qualität achten und dann auch noch die innerbetriebliche Ausbildung in seiner Abteilung regeln. „Ach ja, Ersthelfer bin ich auch noch.“

Er hat also alle Hände voll zu tun. Und wenn man ihn nach seinem Privatleben fragt, weiß man schnell, dass ihm auch da nicht langweilig wird. Der passionierte Waldhorn-Bläser engagiert sich im Vorstand der Musik- und Trachtenkapelle Niederweier, ist in der freiwilligen Feuerwehr und im Ortschaftsrat. Zudem hat er zwei Töchter, 11 und 13 Jahre alt.

Bernd Hocks Eltern hatten eigentlich geplant, dass ihr Sohn Zimmermann wird. Doch der winkt heute nur müde ab. Nein, nein – das sei nichts für ihn. Dem Laien mag nicht sofort klar sein, was diese Berufe so voneinander unterscheidet, dass man sich für den einen begeistern und den anderen ablehnen kann. Hock macht das klar: Als Schreiner könne man immer wieder in Händen halten, wofür man hart und manchmal doch fein gearbeitet habe. Dem Zimmermann bleibe das meist vergönnt. „Wir machen aus einem Baum oder einem Stück Holz die edelsten Möbel“, sagt Bernd Hock und seine Augen leuchten dabei. Schreiner zu werden, das sei nicht einfach nur eine berufliche Entscheidung, findet Hock. „Schreiner wird man aus Leidenschaft.“

Und die brennt in ihm noch immer stark. Hock ist ein kommunikativer Mensch, der gerne lacht. Der nicht nur seine Arbeit liebt, sondern auch seinen Arbeitsplatz. Der Geruch von frisch gesägtem Holz, wie er typisch für eine Holzwerkstatt ist, Hock saugt ihn in sich auf, atmet tief ein.

Als Kind des Schwarzwalds hat Bernd Hock früh eine innige Beziehung zur Natur, zum Werkstoff Holz aufgebaut. Dass er damit heute sein Geld verdient, ist sein großes Glück. Er weiß es zu schätzen.

Mitarbeiterinterview - „Schreiner wird man aus Leidenschaft“
Mitarbeiterinterview - „Schreiner wird man aus Leidenschaft“
Mitarbeiterinterview - „Schreiner wird man aus Leidenschaft“
Mitarbeiterinterview - „Schreiner wird man aus Leidenschaft“
Mitarbeiterinterview - „Schreiner wird man aus Leidenschaft“
Mitarbeiterinterview - „Schreiner wird man aus Leidenschaft“
Mitarbeiterinterview - „Schreiner wird man aus Leidenschaft“
Mitarbeiterinterview - „Schreiner wird man aus Leidenschaft“