„Nichts ist unmöglich!“ Mitarbeiterporträt Matthias Ernst

Der Opa war Schumacher und Alleskönner und immer am Werkeln. Der kleine Bub werkelte eifrig mit. Er liebte die Heimwerkstatt, in der es nach Holz roch und die tollsten Sachen entstanden. Und als er 12 Jahre alt war, da wusste er ganz genau: Ich werde Schreiner.

Es dauerte nicht lang, da hatte der begabte Junge – Matthias Ernst – den ersten Ferienjob in einer Schreinerei ergattert – und dort behielt man ihn später liebend gern als Lehrling und Geselle. Nach seinem Wehrdienst wechselte er in eine 3-Mann Schreinerei. Durch den Wechsel erweiterte sich noch einmal sein Horizont. Was immer sich die Kunden auch wünschten, der Chef sagte: „Klar, machen wir“. Und so wurden bei Matthias Ernst flexibles Denken und kreative Lösungen weiter gefördert.

img_5244.jpgMit seinem Meister in der Tasche und nach einjähriger Meistertätigkeit in einem kleinen Unternehmen fing er dann 2006 bei Moser an. Er erinnert sich noch genau an seinen ersten Tag, der 1. Oktober war es. „Ich war total beeindruckt. Das war eine andere Welt als die, die ich bis dato kannte.“ Da gerade im Fensterbau dringend ein Schreiner gesucht wurde, startete Matthias Ernst in diesem Bereich. Sein Job dort: die komplette Vorbereitung für die technische Umsetzung, vom Aufmaß der Baustelle bis hin zur Erstellung der Daten für die Fenster CNC-Anlage. Die damals noch recht neue Planungs-Software war jedoch noch ausbaufähig. „Daher hab´ ich mich Stück für Stück in das Thema Maschinendaten und Produktionsdaten eingearbeitet und die Datenpflege teils selbst vorgenommen.“

Heute ist Matthias Ernst Teamleiter im Bereich Arbeitsvorbereitung Fensterbau und steht drei Mitarbeitern – einem Schreiner, Bautechniker und Glasermeister – vor. Er führt Schulungen durch, teilt Projekte zu, überwacht und optimiert die Abläufe. Da alle Fenster bei Moser Einzelanfertigungen sind, ist jedes Projekt spannend. Knifflige Herausforderungen mag er besonders. Manchmal sind das komplett neue Ideen von Architekten, die noch niemals umgesetzt worden sind. „Es gibt nichts, was nicht konstruierbar ist, man muss es nur gescheit durchdenken“, das weiß er aufgrund seiner bisherigen Erfahrung ganz genau – und erzählt von einem besonderen Highlight: Auf das Dach eines Firmengebäudes sollte ein weiteres Stockwerk mit einer schicken Pfostenriegel-Glasfassade gesetzt werden. Ein lukrativer und interessanter Auftrag. Doch seine Abteilung war komplett ausgelastet. Kurzerhand legte er das Projekt auf die Abteilung Innenausbau um und programmierte alles für die dortigen Maschinen und Mitarbeiter.

Stolz zeigt Matthias Ernst in der hauseigenen Ausstellung die neuste Innovation im Bereich der Hebeschiebetüren - über ein Touchpanel wird via Fingerprint die Tür komplett elektrisch gesteuert. In Zusammenarbeit mit dem Beschlagslieferanten ist Moser bisher der erste Anbieter einer solchen Tür. Hier im Foyer ist auch der „Mercedes“ der Fensterrahmentechnologie zu sehen: das Holzaluminiumfenster – mit einer Aluschale, die „schwimmend“ auf dem Holz liegt.

In seiner Freizeit trainiert Matthias Ernst eine Jugendfußballmannschaft und ist selbst noch aktiv in der AH-Mannschaft bei der DJK-Welschensteinach. Sein zweites Hobby ist die Freiwilligen Feuerwehr. Wenn sein Feuerwehr-Melder am Gürtel piept, dann lässt er auch während der Arbeitszeit bei Moser mal alles stehen und liegen. Bei Moser wird menschliches Handeln wirklich großgeschrieben.

Abends geht’s dann die 10 km oft mit dem Fahrrad nach Hause, nach Welschensteinach, wo ihn seine junge Familie erwartet – in einem Haus, in dem er fast alles selbst gemacht hat. Und: in dem er eine Heimwerkstatt eingerichtet hat. Hier restauriert er auch mal gerne Möbel und denkt gern an seinen Opa zurück, der ihm schon als kleinen Bub beibrachte: Nichts ist unmöglich!

Matthias Ernst
Matthias Ernst
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